Keine Rechts- oder Steuerberatung: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information (Stand: Oktober 2026) und ersetzt keine individuelle Beratung durch Steuerberater oder Finanzamt. Maßgeblich sind stets die jeweils gültigen Gesetze und Verwaltungsanweisungen.
Auf einen Blick
- Mobile Kartenleser: meist ohne oder mit geringer Grundgebühr, dafür höhere Transaktionsgebühr
- Klassisches EC-Terminal: niedrigere Transaktionskosten, vor allem bei der girocard, dafür meist Monatsmiete oder Kaufpreis
- Faustregel: geringes Kartenvolumen → mobil; hohes Volumen → klassisches Terminal
- Kassenanbindung spart Tippfehler: EC-Terminals per ZVT, SumUp über das SumUp-Modul — ausschließlich mit SumUp Solo
- TSE- und Belegpflichten gelten unabhängig vom gewählten Terminal
Zwei Modelle im Überblick
Mobile Kartenleser koppeln sich meist per Bluetooth mit dem Smartphone oder Tablet oder arbeiten als eigenständiges Gerät. Abgerechnet wird überwiegend über eine Gebühr je Transaktion; feste Monatskosten fallen je nach Tarif keine oder nur geringe an. Klassische EC-Terminals werden gekauft oder gemietet, wickeln die girocard günstig ab und lassen sich per ZVT direkt an die Kasse anbinden.
Gebühren im Vergleich
| Modell | Grundgebühr | Transaktionsgebühr |
|---|---|---|
| Mobiler Kartenleser | keine oder gering (je nach Tarif) | höher |
| Klassisches EC-Terminal | meist Monatsmiete oder Kaufpreis | niedriger, besonders bei der girocard |
Die konkreten Konditionen unterscheiden sich je Anbieter, Tarif und Kartenmix — vor dem Abschluss mehrere Angebote vergleichen. Laut einer Studie der Deutschen Bundesbank (2025) gehören Bargeld und girocard für den Einzelhandel zu den günstigsten Zahlungsmitteln.
Ab welchem Umsatz lohnt was?
Bei geringem Kartenumsatz überwiegt der Vorteil der mobilen Lösung: keine Grundgebühr, sofort startklar. Mit steigendem Umsatz summiert sich die höhere Transaktionsgebühr — dann rechnet sich ein klassisches Terminal mit günstiger girocard-Abwicklung schneller, auch wenn eine Monatsmiete anfällt.
Kassenanbindung nicht vergessen
Ein wichtiger Punkt jenseits der Gebühren: Ist das Terminal an die Kasse angebunden, übergibt die Kasse den Betrag automatisch — das verhindert Tippfehler und Kassendifferenzen. Stationäre EC-Terminals werden dafür per ZVT angebunden. Mobile Kartenleser arbeiten häufig eigenständig, der Betrag wird dann von Hand eingetippt.
An POSprom-Kassen lässt sich SumUp über das SumUp-Modul anbinden — ausschließlich mit dem Kartenterminal SumUp Solo. Für stationäre EC-Terminals gibt es das ZVT-Modul.
Für wen lohnt sich was?
- Mobil: Marktstand, Foodtruck, Außendienst, geringes oder schwankendes Volumen
- Klassisch: Ladengeschäft, Gastronomie, hohes Kartenvolumen, feste Kasse
Häufige Fragen
Ist ein mobiler Kartenleser günstiger als ein EC-Terminal?
Bei geringem Kartenumsatz oft ja, weil kaum Grundkosten anfallen. Bei hohem Umsatz ist ein klassisches Terminal mit niedrigeren Transaktionskosten meist günstiger. Rechnen Sie mit Ihrem eigenen Kartenumsatz und den Angeboten, die Ihnen vorliegen.
Kann ich einen mobilen Kartenleser an die Kasse anbinden?
Das hängt vom Gerät ab. An POSprom-Kassen lässt sich SumUp über das SumUp-Modul anbinden — ausschließlich mit dem Kartenterminal SumUp Solo. Stationäre EC-Terminals binden Sie per ZVT an. In beiden Fällen übergibt die Kasse den Betrag automatisch.
Gelten TSE-Pflichten auch bei mobilen Lösungen?
Ja. TSE, Belegausgabe und Meldepflicht hängen an der Kasse, nicht am Terminal.
Quellen
Hinweis
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung. Maßgeblich sind die jeweils gültigen Gesetze und Verwaltungsanweisungen. Stand: Oktober 2026.